Auf der Jagd nach Hoppel

(die größten Ermittler unserer Zeit retten die Welt)

Sa. 07.04.01, 21.45 Uhr, und  immer noch kein Hase in Sicht. Die Ermittlungsgruppe, bestehend aus Hauptkommissar Nina P., Polizeiintendant Rouven N. und Profiler Christina B.,  machen sich undercover in einer Gruppe Korbjäger auf den Weg nach Wien, dem zuletzt gemeldeten Aufenthaltsort von “Hoppel”. Ziel: Dem meistgesuchten Säuger  Mitteleuropas das Handwerk legen.

Sa. 07.04.01, 23.30 Uhr, die 2  Fahrzeuge der Pinneberger Mädchensportgruppe fraßen Meile für Meile den Highway  weg. Die ahnungslosen Hühner vom Dorf schliefen friedlich und träumten von einer  besseren Welt, in der Hasen zu Ostern Geschenke bringen und einen Saunaurlaub im heimischen Backofen verbringen.

So. 08.04.01, 8.00 Uhr, wir  erreichen Wien im Nebel. Die europäische Hauptstadt der Nagerverbrechen zeigt  sich uns von seiner schönsten Seite. Hinter jeder Ecke könnte ein Gegner  hervorkommen und die Tarnung der Ermittlungseinheit auffliegen lassen. Aber selbst der international bekannte Teppichdealer Ergunowski hatte keine Chance, die gewählten Charaktere waren zu perfekt. Nina P. tarnte sich als  Reiseorganisatorin, Christina B. als persönliche Betreuerin der Mannschaft  “hast Du mal´n Labello??”, Rouven N. als harmloser Kulturtourist.

Sonntag, 08.04.01, 10.00 Uhr; niemand  ist in der Kirche

So. 08.04.01, 11.00 Uhr, wir  beziehen die Zimmer im Jugendhotel “Wombat” (Busfahrer Daniel: “Wombats sind  Koalabären” -ein Hoch auf unseren Busfahrer, Busfahrer, Busfahrer!!!!,  Ergunowski: “Wombats sind Straßenschweine”; dabei weiß jeder: Hoppel hat eine  Armee von Wombats gezüchtet, um sich auf die Übernahme der Weltherrschaft vorzubereiten.). Da niemandem getraut werden kann, observieren Nina und Christina die Mädchengruppe, während Rouven im Zimmer der Männer Waldarbeiten andeutet um Schlaf vorzutäuschen; die perfekte Observationstechnik, da macht ihm keiner was vor.

Mo. 09.04.01, 13.00 Uhr, der erste Kontakt mit dem berüchtigten Verbrecherviertel Possingergasse Ecke Gablenzgasse (Grünstreckengrenze).  Zuverlässigen Quellen zur Folge hat Hoppel Krappel, den Organisator des Wiener Basketballturniers, als Geisel  genommen, um die Turnierteilnehmer einer Gehirnwäsche unterziehen zu können und die Elite der Zukunft nach seinen Maßstäben zu formen. Die Suche nach seinem  Versteck blieb zunächst aber erfolglos.

Mo. 09.04.01, 15.00 Uhr, Nina und Rouven begleiten Ulli (Knopfaugen, vom Dorf, somit vulgär, blond), Bianca (groß,  aus der Großstadt, blond) und Derek (noch größer, Busfahrer, Physiotherapeut, blond, wenn auch dunkel/grau) auf den Turm des Stephansdoms (den Steffl). Dies  hatte natärlich nur ein Ziel: Observation und Beobachtung aus 136 m Höhe. Leider waren dazwischen 343 Stufen die den Polizeiintendenten stark herausforderten aber nicht erledigten (nur fast - Unkraut vergeht nicht). Christina macht es sich zur Aufgabe Ergun, Funda (nicht groß, nicht blond, anatolisches Blut),  Daniel und Jana (bisschen größer, aber auch nicht blond, Träumerle “...nimm mich  raus, ich träum schon wieder!!”) auf  der  Einkaufstour nicht aus den Augen zu lassen.

Di. 10.04.01, 16.45 Uhr, auf der  Schmelz. Die Mannschaft schlägt die Vertreter des Gastgebers vernichtend. Wir ahnen Böses, Hoppel wird auf uns aufmerksam werden, da er nur die Besten der Besten zu Führungspersönlichkeiten formen will.

Di. 10.04.01, 20.30 Uhr, wir  sorgen dafür, dass die Aufmerksamkeit von Hoppel auf ein anderes Team gelenkt  wird. Die Mädels verlieren gegen einen weiteren Vertreter der Stadt Wien  (verstärkt durch die Tochter des größten Gegenspielers von Hoppel: Satan). Nina schleuste sich ein und lenkt als Playmakerin die Mannschaft in die nötige Niederlage. Coach Ergunowski (Coachgun) ist immer noch ahnungslos, wie dicht  seine Schutzbefohlenen der Rekrutierung zur Armee der Hasen entgangen sind. Schwein gehabt.

Mi. 11.04.01, 6.00 Uhr, alle schlafen auf ihren Lumas außer Derek, Nina hat ihn runtergeschmissen. Außerdem muss  er als Schiedsrichter gemeinsam mit  Daniel zum reibungslosen Ablauf des Turnieres beitragen, bis der Zeh zwickt.

Mi. 11.04.01, 15.00 Uhr , Erna (klein, VoKuHiLa, McDonalds, siehe Foto rechts), Svenja (McDonalds, durstig, auf  Luma festgewachsen) und Anna (“aua, mach doch mal bitte die Tür auf, mein Finger ist dazwischen”) liegen wie immer im Zimmer und ahnen noch nichts von dem was am heutigen Abend passieren wird. Sie sind augenscheinlich  ungefährlich.

Mi. 11.04.01, 20.30 Uhr , der  Mops. Aus irgend einem Grund hat Hoppel bemerkt, dass wir Ihm verdammt (Hamburg City, peace) nah waren. Er schickt während des Spieles unserer Tarnung gegen die  Weddinger Wiesel (die heißen wirklich so, steht auf den Trikots) einen Mops auf  das Spielfeld. Zum Glück wurde keiner der Ermittler ausgeschaltet. Nur Ulli  schien durch dieses Ablenkungsmanöver vom Hasen außer Gefecht gesetzt. Der Teamfotograf Steven Spielbörek war glücklicher Weise in der Lage ein Beweisfoto zu erstellen (“Christina, soll ich das fotografieren?”). So wurde er, ohne es  selbst zu wissen, ein wichtiger Helfer in unseren Ermittlungen. Trotz dieser Ablenkung, wurde das Spiel durch die Pinnebergerinnen siegreich gestaltet.

Do. 12.04.01, 5.23 Uhr , Coach  Ergunowski zwingt seine Mannschaft auf niederträchtigstigste Weise in übelstem Schneegestöber zu joggen (“Mädels, wach werden, Kreislauf in Schwung bringen.”).

Do. 12.04.01, 11.30 Uhr , wir  suchen das geheime Hauptquartier von Hoppel. Die erste Vermutung, er habe sich  den Künstler Friedensreich Hundertwasser zum Komplizen gemacht und das  Hauptquartier im berühmten Hundertwasserhaus aufgeschlagen, erwies sich als  falsch. Aber nur ca. 45 min später haben wir es geschafft: in der unabhängigen  Republik Kugelmugel (Foto unten) ist der hinterlistigste Hase der Weltgeschichte  untergetaucht. Leider war abgeschlossen.

Fr. 13.04.01, 12.00 Uhr,  Österreich kennt keinen Karfreitag. Außerdem war Freitag der 13., Pech gehabt,  Österreich.

Fr. 13.04.01, 21.00 Uhr , die  Ermittler Nina und Christina sehen Hoppel!!!! Er tarnt sich als Maskottchen des Turnieres und führt die Siegerehrungen durch. Als er die beiden entdeckt, zieht  er die Löffel ein und flieht. Allerdings nicht ohne die Drohung nächstes Jahr wiederzukommen und einen weiteren Versuch zu unternehmen, die Weltherrschaft an  sich zu reißen. Krappel konnte sich selbst den implantierten Kontrollchip  entnehmen.

Fr. 13.04.01, 22.30 Uhr, die  Ermittler betreten den Mausimarkt und müssen erfahren “Spezi? Was’n das??” Die  übrigen Fahrtteilnehmer können wir beruhigt auf der Turnierparty zappeln lassen,  die Gefahr durch den Hasen war vorerst gebannt.

Sa. 14.04.01, 8.00 Uhr, die Gruppe  begibt sich auf die Fahrt zurück in Richtung Hamburg (meine Perle). Die Tarnung  der Ermittlergruppe ist nicht aufgeflogen. Erst durch die Freigabe dieser Ermittlungsakte wird die restliche Welt erfahren, wie knapp wir an einer Riesenkatastrophe vorbeigeschrammt sind.


Wir danken: uns selbst, Ergun für  Die Orga und jede Menge Spaß, Bianca, Svenja, Anna, Ines,. Jana, Funda (vor allem für Börek und Kuchen von Onkel und Tante), Ulli, Derek und Daniel  (noch ein Hoch auf unseren Busfahrer, Busfahrer, Busfahrer!!!!)

P.S. Für alle die es nicht begriffen haben, wir waren mit der weiblichen U-20 und 2 Schiedsrichtern beim größten Basketball-Jugend-Turnier von Mitteleuropa in Wien. Die Mannschaft schied im Halbfinale aus und erreichte somit einen hervorragenden 3. Platz.


Nina, Christina und  Rouven

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